Gesagt getan am nächsten Tag Punkt 0700 am Frühstück bis 0715, dann ab zum Shinkansen und weiter 4 ½ Stunden lang nach Hiroschima, davor kurz in shin-osaka umgestiegen. Zug fahren in Japan ist eine Wonne im vergleich zu Bus fahren.
Irgendwann dann in Hiroschima angekommen bin ich aber nicht gleich ausgestiegen, da Hiroschima erst der 2.Teil ist. Der erste brachte mich auf die entlegene und zugleich atemberaubende und blasenschaffende Insel Miyajima, welche man mittels Fähre erreicht.
An Ufernähe befindet sich das allseitsbekannte O-torii-Tor, deswegen so bekannt, weil es im Wasser steht.
Die Insel beherbergt viele zahme Hirsche und Rehe welche liebend gern euer Essen oder weil’s so schön raschelt, eure Karten fressen.
Eine erneute 5stöckige Pagode links hinter den Bäumen lassend geht es weiter zum Itsukushima-Schrein, vorbei am Daishoin Tempel, den Miyajima-Aquarium über den Naturwanderpfad zum Daishon-Tempel, auf halber Höhe des Berges liegend.
Da dort eine Baustelle den Daishoin Weg blockierte, ich keine Lust hatte mich um einen anderen Weg zu bemühen, ging ich kurz zum Momijidani-Park mit ein paar Hirschen, suchte vergeblich weitere Sehenswürdigkeiten und machte mich durch meinen engen Zeitplan auf den Weg nach Hiroschima.
Wenn ihr Euch eine Stadt anseht, ist meines Erachtens ein Rad die beste Lösung. Konditionsmäßig hätte ich kein Problem, aber am Abschluss jedes Tages schmerzten meine Füße höllisch. Also Hiroschima.
Hiroschima ist eine richtig schöne Stadt. Da sie nach dem Bombenabwurf eigentlich ein zweites mal, sogar viel größer, gebaut wurde wirkt sie sehr durchdacht.
Der Friedenspark, zum Gedenken an die Opfer wirkte auch nicht halb so bedrückend wie ich zuvor dachte, auch das Mahnmal, der Atombomben-Dom, stand ohne Furcht einzuflößen.
Wie auch, das Schicksal der Menschen kann man sich nicht vorstellen, wenn man einen Betonbogen, eine Flamme und Scheingräber sieht.
Erste Einblicke, wie tief das Schicksal diese Stadt getroffen hat, bekam man erst im Friedensmuseum und das mit einer Plastizität, dass man 15 Minuten schwer atmend umhergeht.
Etwas schöner und ganz etwas anderes war dann die Karpfenburg, etwas wovon keine Jungen träumen, eine Samurai-Burg. Richtig sehenswert!
Mit Ausstellungsstücken, Lebensstil und Abwehrmechanismen! Am obersten Punkt der Burg hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt und ich nutzte die Zeit zum ersten Mal an diesem Tage eine Pause einzulegen. Danach ging es zum Bahnhof, nach Kioto, wo mich mein Zimmer erwartete.
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